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Warum regionale Tageszeitungen so wichtig sind

Regionale Tageszeitungen wie die Heilbronner Stimme haben weiterhin eine große Bedeutung. Sie übernehmen die Wächterfunktion.

Von Alexander Schnell

Mit einer wöchentlichen Reichweite von 84,6 Prozent (59,7 Millionen Leserinnen und Leser) erreichen die Zeitungen in Deutschland gedruckt oder digital alle Bevölkerungsgruppen – auch drei Viertel der unter 30-Jährigen (76 Prozent). Das ist eines der zentralen Ergebnisse einer aktuellen Erhebung der Zeitungsmarktforschung Gesellschaft der deutschen Zeitungen ZMG. Demnach sind Tageszeitungen wie die Heilbronner Stimme im Lokalen das stärkste Medium und sie sind das glaubwürdigste: Auch junge Leute vertrauen bei widersprüchlicher Berichterstattung am ehesten der Zeitung.

329.000 Menschen werden täglich erreicht

Der Wandel im Lesernutzungsverhalten sowie die demografische Entwicklung treffen seit Jahren die gesamte Medienbranche, dennoch liegt die Auflage der Heilbronner Stimme heute bei rund 75.000 Exemplaren. Nimmt man die gedruckte Auflage und das Onlineangebot zusammen, erreicht das Medienunternehmen täglich rund 329.000 Menschen in der Region.

“In der Flut von Internetseiten, Blogs und sozialen Netzwerken stehen wir als Medienunternehmen für professionellen Journalismus”, sagt Chefredakteur Uwe Ralf Heer. “Wir geben den Menschen Orientierung. Unsere Leserinnen und Leser schätzen den Unterschied zwischen scheinbarer und tatsächlich verlässlicher Information.” Hinter dieser Qualität stehen jeden Tag mehr als 100 Mitarbeiter in der Redaktion und mehr als 600 Angestellte im gesamten Medienunternehmen. “Wir sind ganz nah dran am Geschehen – überall in der Region. Wir schauen kritisch hin und decken Missstände auf”, so Heer.

“Kompetente und glasklare Analyse”

“Das Herzstück der modernen Tageszeitung ist das Lokale. Zu Recht, denn die Leser fordern von den Lokaljournalisten hartnäckige Recherche, mit kompetenter und glasklarer Analyse, mit sicherer und kritischer Meinung”, sagt Thomas Krüger, Präsident der Bundeszentrale für politische Bildung. “Die Leser wollen unabhängige und freie Medien, um sich eine eigene Meinung zu bilden.” Nach wie vor sei die Tageszeitung das glaubwürdigste Medium. Nur Tageszeitungen würden direkt vor der Haustüre die Wächterfunktion wahrnehmen, so Thomas Krüger.

Das Medienunternehmen ist nicht nur Teil der Heimat von Hunderttausenden Menschen, es ist ein Stück Heimat und gestaltet sie auch aktiv mit – getreu dem Motto “Die Region im Herzen, die Welt im Blick”. “Die beste Zeitung wäre aber nichts, ohne die Treue der Leser und Anzeigenkunden. Auch hier zeigt sich, wie erfolgreich praktizierte lokale Nähe ist”, sagt Chefredakteur Uwe Ralf Heer. “Der direkte Draht zahlt sich aus. Wir gehen auf die Bedürfnisse unserer Kunden ein, haben ein offenes Ohr für die Sorgen, Nöte und Bedürfnisse der Leser.” Dabei gehe es auch darum, Herausforderungen nicht schönzureden, sondern sie zu benennen.

39 Minuten am Tag höchste Aufmerksamkeit

Regionale Tageszeitungen genießen laut ZMG-Studie im Schnitt täglich 39 Minuten höchste Aufmerksamkeit, was auch auf ihre Werbung einzahlt. Für acht von zehn Deutschen (81 Prozent) sind Zeitungsanzeigen glaubwürdig und die werbenden Unternehmen seriös. 47 Prozent würden Anzeigen und Prospekte in der Zeitung vermissen, wenn es sie nicht mehr gäbe.