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Sporthilfe Unterland - Eine Pfiffige Idee mit Zukunft

Sporthilfe Unterland unterstützt seit 1985 Talente auf ihrem Weg nach oben

Von Stefanie Wahl

Wie lebendig Geschichte ist, spürt jeder, der Manfred Blatt zuhört. Spricht er über die Geburtsstunde der Sporthilfe Unterland, schwingt stets Enthusiasmus mit. Der inzwischen 71-Jährige ist bei der Gründungsversammlung am 19. Juni 1985 im Hotel Kronprinz am Heilbronner Bahnhof dabei, gehört neben Gerd von Briel, Werner Thunert, Dr. Werner Sauer und Lothar F. Strobl dem ersten Vorstand der Initiative an. Wegzudenken ist der Hobby-Bergsteiger Manfred Blatt bis heute nicht. Sein Rat ist noch immer gefragt, sein profundes Wissen hilfreich.

Dem ehemaligen Chefredakteur der Heilbronner Stimme, Werner Thunert, schwirrt einst der Gedanke von einer Sporthilfe Unterland durch den Kopf, schnell gewinnt der kluge Kopf den damaligen Sportchef Lothar F. Strobl und den ehemaligen Audi-Werkleiter Gerd von Briel für seine Sache. Die Sporthilfe Unterland e.V. ist geboren – und auch knapp 36 Jahre später ein lebendiger Verein. Eine rundum gute Sache.

Denn das Ziel des Vereins ist ebenso simpel wie sozial: Talente auf ihrem sportlichen Weg nach oben zu unterstützen. „Thunerts Gedanke war es, den Athleten grundsätzlich zu helfen“, sagt Lothar F. Strobl, der als langjähriger Geschäftsführer der Idee die Richtung vorgegeben hat. „Ich wollte die Sportler unterstützen, solange sie noch junge Talente waren und ihre Erfolge noch vor sich hatten“, erzählt der 92-Jährige.

Gezielt individuelle Hilfe geben, das kommt an – und nie aus der Mode. Ob tausend Schuss Munition für den Neckarsulmer Schützen-Weltmeister Bernd Rücker, oder einst ein neues Kunstrad für den einstigen Vizeweltmeister Dietmar Ingelfinger. Erst vor neun Tagen hat die Sporthilfe Unterland für das Corona-Sportjahr 2020 an 115 Talente aus 20 Sportarten 70 290 Euro ausgeschüttet. Seit Beginn der Förderungen sind es inzwischen mehr als 1,3 Millionen Euro. Das ist eine stolze Summe.

Nicht nur viel Arbeit, auch Feierlichkeiten prägen die Sporthilfe-Ära. Zum Zehnjährigen gibt es im Oktober 1995 im Heilbronner Schießhaus einen Festakt, ein gesellschaftliches Event ist die Jubiläumsmatinée bei Würth im November 2005. Die 25-Jahr-Feier ist harmonisch in das Fest des Sports eingebettet – am 4. Februar 2010 erleben 470 Gäste aus Sport, Wirtschaft und Politik die Premiere, die der zweite Vorsitzende der Sporthilfe, Stimme-Chefredakteur Uwe Ralf Heer, moderiert. Längst ist die Veranstaltung ein beliebter Treffpunkt der regionalen Sportfamilie.

Seit der Gründung der Sporthilfe Unterland haben sechs Vorsitzende die Initiative geführt, seit knapp drei Jahren steht ihr Richard Lohmiller vor. „Die Sporthilfe ist für mich eine Herzensangelegenheit“, sagt der ehemalige Fußballspieler und Top-Manager, dem es zudem ein Anliegen ist, „junge Menschen für Leistung zu begeistern und damit auch Vorbilder für andere Jugendliche zu schaffen.“ Der 61-Jährige professionalisiert die Initiative, deren Herz weiterhin in der Heilbronner Stimme schlägt, nicht nur. Er ist es auch, der mit dem Olympia-Perspektivteam Paris 2024 neue Partner begeistert, sich zu engagieren. Damit in Frankreich für möglichst viele Athleten aus der Region der olympische Traum wahr wird.